Wer bin ich?
Aufgewachsen bin ich 1977 im schönen Sauerland – in Warstein / Kallenhard / und Belecke. Danach verschlug es mich nach Fröndenberg – im Anschluß folgte Hamm, Dortmund und danach Schwerte. Jetzt allerdings bin ich wieder wohnhaft in der Stadt in der ich viele Jahre meines Lebens verbracht habe und eine Menge erlebte. Freude, Leid, Glück und Trauer – alles kam hier zusammen.
Eine Berufsausbildung habe ich nie begonnen, da ich schon in jungen Jahren dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stand. Im Alter von 8 Jahren betrug mein Schwerbehinderungsgrad 30 % , der sich im Laufe der Zeit auf 90 % verschlimmerte. Mittlerweile bin ich erwerbsunfähig und beziehe eine kleine OE-Rente. Auf Grund der mangelnden Beschäftigung began ich vor Jahren das Schreiben. Mein “Erstlingswerk” ist meine Autobiographie – spannend und doch traurig zu lesen, auch heute noch. Mich überrascht es selber wieviel Kraft und Mut es gekostet hat nach all diesen Jahren weiter zu kämpfen.
Anfang 2004 wurde erstmals die Diagnose “Borderline” über mich verhängt, die ich seidher bekämpfe mit einem täglichen Training, Ausdauer und Zuspruch “Anvertrauter”. Wie schwierig es ist mit einer solchen psychischen Störung zurecht zu kommen, war mir nicht bekannt und auch nicht bewußt. Im Laufe der Zeit habe ich allerdings gelernt mit Alltagssituationen besser umzugehen. Wie sagte Dr.Plate:
” Statistisch gesehen verbringt ein ” Borderliner ” derzeit 70 Tage im Jahr in der Klinik. Aber nach sechs Jahren ist bei 75 % der Betroffenen die Diagnose so nicht mehr zu stellen. Das ist doch was!”
Ich habe demnach gute Chancen halbwegs gesellschaftstauglich zu werden, die ich auch nutzen möchte.
Weiteres können Sie hier nach lesen : Was ist Borderline?
Seid Oktober 2008 bewohne ich endlich » meine « neue Wohnung. Mittlerweile habe ich mich eingelebt und eingerichtet. Für Beschäftigung ist auch gesorgt. Seid November 2009 arbeite ich in einer Werkstatt für behinderte Menschen ( in einer Abteilung für psychisch Kranke ) . Das alles wäre nicht möglich gewesen ohne den Zuspruch meiner Vertrauenspersonen und meiner Kinder. Nur durch sie bin ich » am Ball « geblieben und hab das – für mich unmögliche – möglich gemacht .
Ich bin für – ” Gradlinigkeit ” – ” Ehrlichkeit “ – ” Treue ” ! Dafür stehe ich ein. Mit meinen 34 (+) Jahren habe ich sicherlich nicht die Weisheit mit Löffeln gegessen, aber ich weiß mittlerweile wo ich hin möchte. Ob sich dieser Weg, den ich gehen möchte, beschreiten lässt bleibt dahingestellt.
“ Träume sind Schäume, doch ohne Träume sind wir nichts ! “
Mir ist wichtig, meinen Kindern ” Frohsinn ” und ” Lebenslust ” zu schenken und ihnen das wichtigste mit auf den Weg zu geben. Ebenso wichtig ist mir mein “Mäxchen” und mein jahrelanger guter Freund und (ehemaliger ) Nachbar – darüber hinaus das Schreiben und die kleinen Dinge im Leben Wert schätzen !
Ich mag Städte wie Wien, Athen, Paris und Sydney. Liebe Oldtimer und Cabriolet´s, höre gerne Klassik, 60er, 70er und 80er Musik, aber auch einige neuzeitige Erscheinungen. Filme müssen mich schon fesseln, damit ich ihnen etwas abgewinnen kann. Wie z.B. “Das Leben ist schön” – ” Schindler´s Liste”- “Aviator” – ” Green Mile ” – ” Rainman ” – ” Forrest Gump “. Aber auch Comedy – Drama wie z.B. :
” Wer früher stirbt ist länger tod ”
Wenn ich es mir aussuchen könnte, wo ich einmal Urlaub machen möchte, würde ich erst einmal Irland ansteuern. Dort lange Ausritte machen und einfach die Natur genießen. Danach würden die anderen o.g. Städte folgen.
Ein paar Worte zum Schluß - Alles in allem bin ich ein Mensch der durch seinen bisherigen Lebensweg im Umgang mit Menschen vorsichtig geworden ist. Auf die meisten Menschen wirke ich stark, unverletzlich und zielstrebig. Nur wirklich mir nahe stehende Personen blicken hinter meine Fassade und sehen eine junge Frau, die zwar trotz vieler Widerstände das Lachen nicht verlernt hat und stetig weiter kämpft, aber dennoch voller Zweifel und Ängste steckt. Durch meinen “eigenen” Humor trage ich manchmal zu einem “netten” Klima bei. Mit einer meiner Fehler wird es sicherlich sein, meinen Mitmenschen so wenig Vertrauen entgegen zu bringen. Bis ich Vertrauen gewonnen habe , dauert es eine ganze Weile, aber dann kann man sich gewiss sein, das ich wirklich vertraue. Ich bin so zusagen eine harte Nuss.
Liebe Grüße, Eure Ann
